2.3 Millionen Franken mehr für die Kinder- und Jugendförderung – dazu hat nach dem Nationalrat heute nun auch der Ständerat mit 28 zu 10 Stimmen Ja gesagt. Ein grosser Erfolg für die Kinder- und Jugendorganisationen! Sie hatten sich mit aller Kraft für ein Ja des Parlaments eingesetzt, denn 2.3 Millionen Franken sind eine wichtige Investition in eine eigenverantwortliche und politisch interessierte Jugend. Durch den heutigen Parlamentsentscheid kann das neue Kinder- und Jugendförderungsgesetzes (KJFG) ab 2013 nun mit genügend Mitteln in Kraft treten!

Der Ständerat hat heute einen Antrag von Nationalrätin Barbara Gysi (SP, SG) für mehr Mittel für die Jugendförderung mit 28 zu 10 Stimmen angenommen. Damit folgt die kleine Kammer des Parlaments der Entscheidung des Nationalrats – dieser hatte dem Antrag  in der vergangenen Woche mit 89 zu 84 Stimmen knapp zugestimmt.

Die Wirkung der 2.3 Millionen Franken ist enorm: Kinder- und Jugendorganisationen sowie die offene Jugendarbeit fördern Eigenverantwortung, Freiwilligenarbeit und das Interesse an der Schweizer Demokratie. Diese 2.3 Millionen Franken fördern somit die gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sowie den gesellschaftlichen Zusammenhalt entscheidend. Deshalb hatten sich die Kinder- und Jugendorganisationen gemeinsam und mit aller Kraft für ein Ja im Parlament eingesetzt. Mit Erfolg! «Es ist wunderbar zu sehen, was wir in Zusammenarbeit erreichen können», freut sich Andreas Tschöpe, Geschäftsleiter der SAJV.

Eine breite Jugendallianz hatte die Budgeterhöhung im Hinblick auf das neue Kinder- und Jugendförderungsgesetz (KJFG) verlangt, das am 1. Januar 2013 in Kraft tritt. Das Gesetz schafft gute Rahmenbedingungen. Auch werden die Geldmittel für die Jugendförderung leicht erhöht. Gleichzeitig wird jedoch die Zielgruppe deutlich ausgeweitet. Die Kinder- und Jugendorganisationen befürchteten daher, dass die vom Bundesrat beantragten Geldmittel nicht ausreichen. Denn:

  • Bereits in den letzten Jahren sind die durchschnittlichen Beiträge für Betriebsstrukturen und regelmässige Anlässe pro Mitglied bei den grossen Organisationen wie Pfadi, Jungwacht Blauring und Cevi durch die Erweiterung der Leistungsempfänger deutlich gesunken.
  • Erfolgreiche nationale Anlässe wie die Jugendsession oder die Kinderkonferenz können nur dank Stiftungen, Sponsoren und des Engagements von jungen Freiwilligen realisiert werden. Der Aufwand zur Beschaffung von Drittmitteln steigt jedoch stetig und muss heute professionell organisiert werden, ebenso wie die Betreuung von Freiwilligen.
  • Die offene Kinder- und Jugendarbeit wirkt in Jugendtreffs, auf der Strasse und auf Spielplätzen erfolgreich beispielsweise bei der Integration von MigrantInnen und der Vermittlung bei Konflikten im öffentlichen Raum. Eine nachhaltig gute Qualität dieser Arbeit ist nur möglich, wenn der Bund ausreichende Unterstützung für Koordination und Innovation sowie mittels Basiskonzepten bereit stellt.

Die Kinder- und Jugendorganisationen sind sehr erfreut, dass das Parlament mit seiner heutigen Zustimmung nun eine langfristige Investition in die Kinder- und Jugendförderung tätigen will.

Für weitere Auskünfte:

Andreas Tschöpe, Geschäftsleiter SAJV, 078 629 59 27, andreas.tschoepe@sajv.ch
Barbara Gysi, Nationalrätin SP, 079 708 52 34, barbara.gysi@parl.ch

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