Jugendliche, die wegen einer Alkoholvergiftung ins Spital müssen, sollen die Behandlungskosten künftig selber zahlen. Dies hat die Gesundheitskommission des Nationalrates (SGK-N) heute beschlossen. Sie folgt damit einem Vorschlag von Nationalrat Toni Bortoluzzi. Die SAJV ist erschüttert. Diese Regelung gefährdet Gesundheit und Leben Jugendlicher in Notfallsituationen.

Vergeblich hatte sich die SAJV bei der SGK-N gegen die parlamentarische Initiative Bortoluzzi eingesetzt. Der Vorschlag führt dazu, dass Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung das Spital nicht mehr aufsuchen aus Angst vor hohen Kostenfolgen. Damit wird Jugendlichen in Lebensgefahr nicht geholfen, sondern ihre Gesundheit und ihr Leben werden aufs Spiel gesetzt. Statt Jugendliche mit Aufklärung und Stärkung ihrer Risikokompetenzen vor den gefährlichen Folgen exzessiven Alkoholkonsums zu bewahren, setzt die SGK-N Jugendliche weiteren Gefahren aus.

Die Regelung ist zutiefst unfair: Immer mehr sollen Jugendliche selber zur Kasse gebeten werden, so auch mit der Volksinitiative zur privaten Finanzierung der Abtreibung. Eigenverantwortung wird jedoch nicht übers Portemonnaie gelernt, sondern mit Unterstützung, Begleitung und Aufklärung. Die SAJV als Dachverband der 60 Jugendorganisationen führt selbst solche Programme für und mit Jugendlichen durch: www.alkohol-in-jugendorganisationen.ch, www.voila.ch

Ausführliche Stellungnahme der SAJV: http://www.sajv.ch/de/news/news/2013/08/15/stellungnahme-der-sajv-zur-parl-initiative-bortoluzzi-komatrinken/

 

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