Hassreden im Internet sind ein immer geläufigeres Phänomen. Um Jugendliche für dieses Thema zu sensibilisieren, hat der Europarat 2013 eine Kampagne gestartet: Das „No Hate Speech Movement“ informiert und bildet Jugendliche im Bereich Diskriminierung und Menschenrechte. Auch die Schweiz beteiligt sich an diesem Projekt und gibt mit der Lancierung einer Webseite am Tag des „European Action Day for safer internet“ den Startschuss für die entsprechende Aktionen.

Hintergrund

Hassreden, hate speech, im Internet gefährden das Zusammenleben, die demokratischen Werte und die Jugendlichen selbst. Hassreden finden sich in Kommentaren, Fotos oder Videos, Blogs, aber auch in den sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter wieder. Sie beinhalten beispielsweise Rassismus, Antisemitismus, Islamophobie, Ausländerfeindlichkeit oder Ausgrenzung von Roma und Fahrenden aber auch von Homosexuellen oder Transsexuellen und verletzen somit die Menschenrechte und die Rechte des Kindes. Hier setzt die Kampagne No Hate Speech Movement an.

Das Projekt

Das Projekt des Jugendsektors des Europarates „No Hate Speech Movement“ wurde im März 2013 lanciert. Ziel ist es, Rassismus und Diskriminierungen im Internet zu bekämpfen und den Jugendlichen zu helfen, für die Menschenrechte einzustehen. Zudem sollen Instrumente geschaffen werden, um auf Hassreden zu reagieren, Unterstützung zu leisten und den von den Reden betroffenen Personen und Gruppen solidarisch beizustehen. On- und Offline Aktivitäten bieten Jugendliche die Möglichkeit eine tragende Rolle zu spielen.

Die Kampagne No Hate Speech Movement des Europarats ist hier abrufbar.

Aktionen in der Schweiz

Die Schweiz beteiligt sich an der Umsetzung dieser Kampagne und führt verschiedene Aktionen durch. Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) hat die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) mandatiert, die Lage und den Bedarf in der Schweiz zu analysieren, eine Website zu schaffen und Aktivitäten im Jahr 2014 durchzuführen, analog zu den Projekten in den anderen europäischen Ländern. Bei der Umsetzung wird die SAJV von einer Steuergruppe aus Vertreter/-innen des BSV, der Fachstelle für Rassismusbekämpfung FRB und den Verbänden Co-habiter und SavoirLibre begleitet.

Mit der am „European Action Day for safer internet“ lancierten Webseite (www.nohatespeech.ch) tritt die Kampagne erstmals in die Öffentlichkeit. Sie bietet Jugendlichen und Jugendorganisationen Informationen zum Thema Hassreden und stellt Aktionsideen und Aktionsmöglichkeiten vor, um selbst gegen Hassreden aktiv zu werden. In einem zweiten Schritt führt die SAJV beispielsweise Bildungsveranstaltungen durch.

Adresse für Rückfragen:

Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände, SAJV:
Tel. 031 326 29 36, Annina Grob, info@nohatespeech.ch

Bundesamt für Sozialversicherungen:
Tel. 031 322 91 17, Sabine Scheiben, Bereich Kinder- und Jugendfragen, BSV, sabine.scheiben@bsv.admin.ch
Tel. 031 322 90 44, Jean-Marie Bouverat, Bereich Internationale Organisationen, jean-marie.bouverat@bsv.admin.ch

Fachstelle für Rassismusbekämpfung:
Tel. 031 324 10 33, ara@gs-edi.admin.ch

Herausgeber:
Bundesamt für Sozialversicherungen
Internet: http://www.bsv.admin.ch

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