Mit einem Schlussevent endete am Samstag das No Hate Speech Movement Switzerland, eine Initiative lanciert vom Jugendsektor des Europarates. Die Kampagne, welche hierzulande von der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) koordiniert wurde, hatte zum Ziel, Jugendliche über Hassreden im Internet zu informieren und zu sensibilisieren. Die aus dem Schlussevent resultierende Botschaft, dass Politik und Gesellschaft das Thema weiter verfolgen und ernst nehmen müssen, wurde symbolisch an Martine Brunschwig Graf, Präsidentin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus (EKR), übergeben. 

Im ersten Teil der Veranstaltung erarbeiteten Jugendliche in Workshops, was Online-Hassreden sind und wieso sie Menschenrechte verletzen. Anschliessend fand eine Podiumsdiskussion mit Martine Brunschwig Graf (Präsidentin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus), Letizia Carigiet (Co-Präsidentin der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände), Tarek Naguib (Jurist) und Thomas Vollmer (Leiter nationale Jugendschutzprogramme des Bundesamtes für Sozialversicherungen) statt. Dabei wurde diskutiert, wie Inhalten im Internet begegnet werden kann, welche z.B. zu Gewalt aufrufen oder rassistisch diskriminierend sind.

Mit dem Anlass endet die Kampagne des No Hate Speech Movement in der Schweiz. Die Kampagne wurde im Februar 2014 lanciert. Seither fanden verschiedenste Aktivitäten von, für und mit Jugendlichen statt. Doch ganz vorbei ist es nicht: eine Gruppe junger motivierter Menschen wird weiterhin unter dem Label No Hate Speech Movement aktiv sein. Das freut Sabine Scheiben vom Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV), welches das Projekt finanzierte: „Es ist schön, dass unsere Kampagne auch nach dem offiziellen Ende weiterlebt. Das war eines unserer Ziele.“

„Mit der Kampagne haben wir erreicht, dass vor allem Jugendliche, aber auch junge Erwachsene in ihren Medienkompetenzen gestärkt wurden“, wie Letizia Carigiet, Co-Präsidentin der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV), ausführt. „Die Schlussfolgerungen aus der Kampagne haben wir symbolisch der EKR übergeben“, so Carigiet weiter.

Die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus feiert dieses Jahr ihr 20-jähriges Bestehen. Die Bekämpfung von Hassreden im Internet hat die EKR zu einem Schwerpunkt ihrer Kampagne 2015 erklärt, diese startet im Sommer. Niemand soll aufgrund der Herkunft, der Religion, der ethnischen Zugehörigkeit oder der Hautfarbe diskriminiert werden. „Die Botschaften, welche wir heute überreicht bekommen haben, werden wir uns für die Kampagne zu Herzen nehmen“, versprach EKR-Präsidentin Martine Brunschwig Graf zum Abschluss.

Fotos findest du hier.

Auskünfte:

  • Martine Brunschwig Graf, Präsidentin EKR, 079 507 38 00
  • Letizia Carigiet, Co-Präsidentin SAJV,  076 376 14 33
  • Sabine Scheiben, Bereich Kinder- und Jugendfragen BSV, 058 322 91 17

Weiterführende Links:

Jugendorganisationen und Jugendvereine, Schulklassen und weitere Interessierte, die an der Kampagne teilnehmen möchten, können sich bereits heute online anmelden unter: www.bunte-schweiz.ch

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