Die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) und STOP SUICIDE äussern sich in der Vernehmlassung positiv zum ersten Aktionsplan zur Suizidprävention in der Schweiz. Die Vernehmlassungsfrist endete am 20. Mai. Mit diesem Aktionsplan kann Suizid, insbesondere bei Jugendlichen, wirksam vorgebeugt werden. Voraussetzung dafür ist, dass genug Ressourcen für konkrete Präventionsprojekte bereitgestellt werden.

In der Schweiz ist Suizid nach wie vor die häufigste Todesursache bei 15- bis 29-Jährigen. Die Suizidversuchsrate bei Jugendlichen ist deutlich höher als in den anderen Altersklassen, insbesondere bei jungen Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender. Ungefähr 30’000 Jugendliche haben jeden oder jeden zweiten Tag Suizidgedanken.

Eine nationale Strategie zur Suizidprävention geht dieses gravierende Gesundheitsproblem an und kann die Suizidrate in der Schweiz senken gemäss Erfahrungen beispielsweise in Finnland. Die SAJV und STOP SUICIDE begrüssen die Initiative des Bundes, die darauf abzielt, eine nationale Koordination zu gewährleisten und Best-Practice-Massnahmen von Kantonen und Verbänden zu verbreiten, daher sehr. SAJV und STOP SUICIDE stimmen der Ausrichtung des Plans zu, bei der Suizid als Ergebnis eines unerträglich gewordenen Leidens betrachtet wird. Die Gründe dafür sind sowohl individueller wie sozialer Art.

Mehr Massnahmen für und mit Jugendlichen

Beide Organisationen erwarten jedoch vom Bund, dass er die Primärprävention bei Jugendlichen stärkt. «Um auf die besonderen Bedürfnisse von Jugendlichen einzugehen, verlangen wir, dass Massnahmen zur Suizidprävention innerhalb und ausserhalb der Schule in den Plan integriert werden», führt Sophie Lochet aus, Koordinatorin von STOP SUICIDE. «In Ländern der Europäischen Union hat die Suizidprävention in der Schule die Suizidalität gesenkt.»

«Für eine bessere Wirksamkeit müssten beim Ziel, Information der Öffentlichkeit über die Prävention‘ auch Akteure auf lokaler Ebene, Gesundheitsfachpersonen und insbesondere Jugendorganisationen einbezogen werden», betont Elsa Kurz von der SAJV.

Schliesslich soll der Bund einen spezifischen Fonds einrichten und eine Steuerung des Aktionsplans durch das BAG oder eine andere geeignete Bundesstelle in Zusammenarbeit mit den Kantonen und den Beteiligten garantieren.

Die SAJV und STOP SUICIDE appellieren an die Behörden der Schweiz, diese Massnahmen langfristig zu unterstützen, um das Leben junger Menschen zu retten und die psychische Gesundheit von Jugendlichen und ihrer Umgebung zu fördern.

Auskünfte:

  • Elsa Kurz, Bereichsleiterin Mitgliedsorganisationen SAJV
    031 326 29 45
  • Sophie Lochet, Koordinatorin von STOP SUICIDE
    022 320 55 67
  • Irina Inostroza, Projektleiterin von STOP SUICIDE
    022 320 55 67

Abonniere unseren Newsletter!

So bleibst du immer auf dem Laufenden.

Vielen Dank!

Pin It on Pinterest

Share This