Am Freitagnachmittag hat die Erasmus+-Petition der Jugendorganisationen und Jungparteien prominente Unterstützung aus dem Bundeshaus erhalten. Die Fraktion der sozialdemokratischen Partei hat in ihrer Sitzung die Unterstützung des Anliegens, dass die Schweiz per 2018 wieder Vollmitglied bei Erasmus+ sein soll, beschlossen. Eine dahingehende Motion wird überdies von Nationalrat Mathias Reynard (SP/VS) mit dem Rückhalt der gesamten Fraktion in der Sommersession des eidgenössischen Parlaments eingereicht.

Die Petition „Vollassoziierung jetzt!“ wurde als Reaktion auf die vom Bundesrat Ende April verabschiedete Botschaft zur „Förderung der internationalen Mobilität in der Bildung in den Jahren 2018-2020“ von diversen Jugendorganisationen und Jungparteien lanciert. Der Bundesrat schlägt vor, die unzureichende Übergangslösung für weitere drei Jahre zu verlängern. Diese temporäre Lösung wurde im Nachgang an die Annahme der Masseneinwanderungsinitiative im Frühjahr 2014 beschlossen. „Wir sind mit dem Vorschlag nicht einverstanden und fordern mit der Petition, dass der Bundesrat alles Mögliche unternimmt, damit die Schweiz per 2018 wieder Vollmitglied bei Erasmus+ wird.“, sagt Annina Grob, Bereichsleiterin Politik der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV).

Die Jugendorganisationen und Jungparteien engagieren sich für Erasmus+ denn der Nutzen von solchen internationalen Austauschprogrammen ist enorm. „Es ist belegt, dass Auslandaufenthalte die persönlichen und interkulturellen Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen stärken. Sie werden so in ihrer Entwicklung hin zu verantwortungsvollen StaatsbürgerInnen unterstützt. Diese Elemente sind zentral in der heutigen globalen Gesellschaft“, stellt Elisabeth Widmer, Co-Präsidentin der SAJV fest.

Deshalb freut es die SAJV ausserordentlich, dass das Kernanliegen der Petition bereits vor Ende der Sammelfrist Gehör findet und sich die gesamte SP-Fraktion dem Thema Erasmus+ im Rahmen des heutigen europäischen Aktionstages „Youth plan“ der PES (Party of European Socialists) annimmt. „Die SP kämpft dafür, dass die Jugend in Europa eine Zukunftsperspektive hat. Dazu zählt auch, dass sie sich grenzüberschreitende bilden kann und deswegen unterstützen wir die Erasmus+-Petition“, sagt SP-Fraktions-Vizepräsident Cédric Wermuth. Neben der Unterstützung der Petition der Jugendallianz beschloss die SP-Fraktion heute auch eine Motion, welche von Mathias Reynard in der Sommersession eingereicht wird. Die Forderung ist klar: der Bundesrat muss die Verhandlungen über eine Erasmus+-Vollassoziierung per sofort aufnehmen – mit dem Ziel, dass die Schweiz und ihre Jugend per 2018 wieder vollumfänglich am Programm teilnehmen können.

Auskünfte:

  • Annina Grob, Bereichsleiterin Politik SAJV, 079 785 06 14
  • Elisabeth Widmer, Co-Präsidentin SAJV, 078 623 51 05
  • Cédric Wermuth, Nationalrat und Vizepräsident der SP-Fraktion, 079 783 83 29

Die Petition zu Erasmus+ kann weiterhin online (http://www.sajv.ch/erasmus-petition-vollassoziierung-jetzt/) unterzeichnet werden. Das Anliegen wird in der Sommersession dem Parlament überwiesen.

Unterstützende Organisationen: Bund der Alevitischen Jugendlichen in der Schweiz (BAJS), Dachverband offene Kinder- und Jugendarbeit Schweiz (DOJ), Erasmus Student Network (ESN), Infoklick.ch, Intermundo, International Cultural Youth Exchange (ICYE), Jeunesse.Suisse, Jugendkommission Schweizerischer Gewerkschaftsbund (SGB), Junge CVP, Junge Grüne, Junge Grünliberale, JungsozialistInnen, Pfadibewegung Schweiz (PBS), Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV), Service Civil International Schweiz (SCI), Union der Schülerorganisationen Schweiz (USO), Verband der Schweizer Studierendenschaft (VSS), youngCaritas, Young European Swiss (yes), Youth for Understanding (YFU)

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