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Die Geschichte der SAJV

Nach dem Beitritt zur UNO im Jahr 2002 fordert die SAJV die Entsendung von UNO-Jugenddelegierten in der Schweizer Delegation. In der Folge wird die Schweiz, als einer von weltweit weniger als 30 Staaten, seit 2003 unter anderem auch von einer Jugendvertretung, den Youth Rep, welche von der SAJV koordiniert werden, in der UNO vertreten.

Nach der aktiven Beteiligung der SAJV am Jahr der Freiwilligen 2001, lanciert sie 2005 die «Aktion 72 Stunden», welche in diesem Jahr ihre Premiere feiert. Innerhalb von 72 Stunden leisten landesweit 20'000 Kinder und Jugendliche über 1 Million Stunden Freiwilligenarbeit. Die Aktion wird aufgrund des Erfolges seitdem periodisch wiederholt und hat sich zur grössten Freiwilligenaktion des Landes entwickelt.

Das von der SAJV 1999 lancierte Mentoringprojekt für politisch engagierte junge Frauen, welches bis heute erfolgreich ist, wird 2003 vom Europarat mit dem 1. Preis für besonders innovative Projekte im Bereich der Jugendpartizipation ausgezeichnet.

1993 startet die SAJV das Programm «voilà – Gesundheitsförderung undSuchtprävention im Kinder- und Jugendverband». Das Programm ist heute in 18 Kantonen vertreten, erreichtjährlich über 16'000 Kinder und Jugendliche und wurde 2004 gleich zweimal ausgezeichnet.

Das Jahr 1991 ist randvoll mit Projektlancierungen bei der SAJV. So findet in diesem Jahr die erste Eidgenössische Jugendsession statt, mit welcher sich die Jugend in der Schweiz auf dem nationalen Polit-Parkett gehört verschaffen kann. Ausserdem verwaltet die SAJV von diesem Jahr an das Ostprojekt, den Fonds zur Förderung von Jugendprojekten in Osteuropa. Und last but not least ist sie federführend an der Einführung der Jugendkarte Euro26 beteiligt.

Die langjährigen Mühen der SAJV haben sich einmal mehr gelohnt. 1999 kommen, mit der Revision der Bundesverfassung, zwei neue Artikel in das Gesetzbuch, welche sich speziell den Anliegen von Kindern und Jugendlichen widmen. Auf diese Weise werden erstmals Kinder- und Jugendrechte in der Schweiz auf nationalem Niveau gesetzlich verankert.

Im Jahre 1996 gehört die SAJV mit zu den Mitinitiant*innen des European Youth Forum, des gesamteuropäischen Dachverbandes der nationalen Jugendräte und internationalen Jugendorganisationen. Damit etabliert sich die SAJV weiterhin als internationales Sprachrohr der Schweizer Jugend und vernetzt diese in Europa.

Die SAJV und ihre Mitgliederorganisationen gehen auf die Strasse. 1984 sammeln sie über 80'000 Unterschriften für eine Petition, welche einen bezahlten Jugendurlaub inklusive den entsprechenden Weiterbildungsmassnahmen für Jugendleiter*innen bis zu deren 30. Lebensjahr fordert. Nach einigen Kompromissen, wird 1991 das Gesetz über den Jugendurlaub eingeführt, was zu den grössten politischen Erfolgen der SAJV zählt.

Im Jahr 1982 setzt sich die SAJV stark für eine Amnestie der im Zuge der Jugendunruhen über 1000 festgenommenen Jugendlichen ein. Gemeinsam mit den kirchlichen Jugendverbänden reicht sie einen politischen Vorstoss ein, welcher zwar von Parlament abgelehnt wird, jedoch stark zur Versachlichung der Diskussion über die Jugendunruhen beiträgt.

1981 feiert die SAJV ihren 50. Geburtstag (dass das korrekte Gründungsdatum 1933 und nicht 31 ist, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht historisch erforscht) und erhält deshalb vom Bundesrat einen Sonderkredit. Dieses Jubiläumsgeschenk wird vom damaligen Bundesrat Hans Hürlimann persönlich überbracht.

In den 1970er Jahren kommt Schwung in die Schweizerische Politik und auch die SAJV kann immer mehr mitmischen. Nachdem 1971 auch endlich die Frau in der Schweiz ihr Stimmrecht erhält, was in der SAJV schon von Beginn an Praxis war, gelingt es der SAJV die Jugend immer mehr in der Politik einzubringen. So wird beispielsweise der Schlussbericht der parlamentarische Kommission zu Jugendthemen («Kommission Gut») fertiggestellt, welcher den Auftakt für die moderne Jugendpolitik in der Schweiz prägt. 1975 sprechen sich zudem bereits eine Mehrheit der Mitgliederorganisationen der SAJV für die Einführung eines Zivildienstes als alternative zur Armee aus.

Die SAJV gibt 1966 die Studie «Jugend und Gesellschaft» in Auftrag, welche der Grundstein  für den späteren Ausbau der Arbeitsgemeinschaft sein wird. Mit der Veröffentlichung dieser Studie liegen erstmals nationale Erkenntnisse zum Thema Jugend sowie wissenschaftliche Belege für die Bedeutung von Jugendverbänden vor. Die SAJV erhält somit wichtige Argumente für ihre politische Arbeit.

Nachdem die SAJV in den 1960er Jahren begonnen hat sich entwicklungspolitisch zu betätigen und beispielsweise Tagungen zu veranstalten und Jugendverbände zum Spendensammeln anregte, tritt sie 1963 als Gründungsmitglied dem «Council of European National Youth Committees» (CENYC) bei, dem Vorläufer des heutigen «European Youth Forum». Dies passte zu den Bemühungen der SAJV, multilaterale Strukturen im Bereich der europäischen Jugendpolitik zu schaffen sowie auszubauen.

Nach dem Austritt aus dem mittlerweile kommunistisch dominierten antifaschistischen Weltjugendbund, ist die SAJV fortan als Beobachteirn in der «World Assembly of Youth» vertreten. Diese wurde Anfang der 1950er Jahre als als Gegenorganisation durch die blockfreien Staaten gegründet.

Noch mitten im 2. Weltkrieg wird der «antifaschistische Weltjugendbund» gegründet, an dem sich auch die SAJV beteiligt. Einige Jahre später, mit dem Ausbruch des kalten Krieges, wird dieser jedoch zunehmend kommunistisch dominiert. Das jedoch lies sich nicht mit der Haltung einer Mehrheit der schweizerischen Jugendorganisationen vereinbaren.

Im Jahr 1944 trägt sich die «Schweizerische Aktiengesellschaft für Fleischwarenimport» (SAF) im Handelsregister ein. Dadurch ist «unsere» SAF gezwungen sich einen neuen Namen zuzulegen. Weil einzelne Mitdliederverbände aufgrund eines »Dachverbandes» um ihre Autonomie fürchten, kommt der noch heute gültige Name zustande: «Die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände», SAJV.

Nach vier Jahren Vorbereitungszeit steht das Endergebnis des Projekts «Schweizer Jugendhaus». An der Schweizerischen Landesausstellung «Landi» im Jahre 1939 hat sich die SAF federführend am Bau des Schweizer Jugendhauses beteiligt. Die Landi war für die junge SAF eine gute Möglichkeit sich zu profilieren und auf nationaler Ebene auf sich aufmerksam zu machen.
Der Aufwand hat sich gelohnt. Die Landi wurde mit über 10 Millionen Eintritten zum Grosserfolg und die SAF erhält die gewünschte Aufmerksamkeit. In der Folge erreichen die Jugendverbände ein breites Publikum und die SAF kann ständig neue Mitgliederverbände gewinnen und wird so zum führenden nationalen Dachverband im Jugendbereichen.

Am 28. Januar 1933 treffen sich die Delegierten von 18 Jugendorganisationen und gründen gemeinsam die «Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Ferienhilfe und Freizeitarbeit für Jugendliche» (SAF). Diese war die direkte Vorgängerin der SAJV. Die SAJV ist somit der europaweit älteste Nationale Jugendrat.