Position non-formale Bildung
Non-formale Bildung besser anerkennen!
Kinder und Jugendliche erwerben wichtige fachliche wie persönliche Kompetenzen nicht nur in Schule und Berufsausbildung, sondern auch im Rahmen non-formaler Bildungsaktivitäten wie etwa einem freiwilligen Engagement in der ausserschulischen Jugendarbeit – wo sie oft besonders motiviert sind, Neues zu lernen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Bildung junger Menschen stetig. Arbeitgeber verlangen neben guten schulischen Leistungen und Fachwissen immer öfter auch ausgeprägte Sozial- und Selbstkompetenzen.
Die Hoheit über die Bildung liegt heute aber immer noch ausschliesslich bei den Schulen; die ausserschulische Jugendarbeit gilt daneben – zu Unrecht – nur als sinnvolle Ergänzung und nicht als gleichwertiger Bildungspartner.
Die SAJV arbeitet deshalb darauf hin, …
… dass in der schweizerischen Bildungsforschung Forschungslücken in den Bereichen der non-formalen und informellen Bildung geschlossen werden.
... dass alle Lernorte – formale, non formale und informelle – als einander gleichwertige und sich gegenseitig ergänzende Systeme anerkannt werden.
... die verstärkte Kooperation zwischen formalen, non-formalen und informellen Lernorten und die Schaffung sogenannter Bildungsnetzwerke.
… dass die Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Lernorten erhöht wird und Kompetenzen, welche in der ausserschulischen Kinder- und Jugendarbeit erworben werden, auch an Orten der formalen Bildung anerkannt werden.
… dass Familien-, Sozial- und Bildungspolitik vermehrt vernetzt agieren um die notwendigen Rahmenbedingung zur Erreichung einer „Gesamtstrategie Bildung“ im Sinne einer umfassenden Bildung der Kinder- und Jugendlichen in der Schweiz zu schaffen.
