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Diritto di voto a 16 anni

Als Sprachrohr von über 500’000 in den schweizerischen Jugendorganisationen zusammengeschlossenen Jugendlichen unterstützt die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) aktiv die Forderung nach dem Stimmrechtsalter 16 auf kantonaler wie auf nationaler Ebene.

Eine frühzeitige Mitsprache zu ermöglichen ist aus Sicht der SAJV wichtiger als Bedenken, dass das Recht nicht überdurchschnittlich genutzt werden könnte. Die Einführung von Stimmrechtsalter 16 ist, neben anderen Mitwirkungsformen, ein wirkungsvolles Mittel, der jungen Generation die aktive Beteiligung an gesellschaftlichen Entwicklungen zu ermöglichen und sie für die Übernahme von politischer Verantwortung zu motivieren. Selbst wenn nicht alle Jugendlichen dieses Recht auch ausüben werden - wie dies auch viele Erwachsene nicht tun - bringt die Einführung von Stimmrechtsalter 16 aus Sicht der SAJV keinerlei Nachteile.

Reife für politische Mitsprache ist gegeben

Entscheidend ist, dass die Mehrheit der 16- bis 17-jährigen fähig ist, ihre und die Interessen anderer zu beurteilen. Jugendliche müssen mit 16 Jahren oftmals weitreichende und wegweisende Entscheide fällen, etwa über ihre berufliche Zukunft oder ihre Ausbildung. Sie haben die obligatorische Schulzeit abgeschlossen und tragen juristisch Rechte und Pflichten. Wenn es jedoch um die Mitbestimmung und Zukunftsgestaltung auf politischer Ebene geht, misst man den Jugendlichen ein tieferes Verantwortungsbewusstsein bei und hält sie von der Ausübung eines zentralen Grundrechts fern. Wer von staatlichen Regelungen betroffen ist, soll auch mitreden und mitbestimmen können.

Nur wer mitbestimmen kann ist ein proaktives Mitglied der Gesellschaft

Bereits mit 13, 14 Jahren erwacht das Interesse der Jugendlichen an gesellschaftlichen und politischen Fragen. Diesem Interesse sollte dann geantwortet werden, wenn es aktuell ist. Denn: Nur wer mitbestimmen kann, denkt in der Gesellschaft auch aktiv mit, wird mit den politischen Regeln vertraut, übernimmt Verantwortung - und fühlt sich schliesslich ernst genommen.

Die richtige Mischung macht den Unterschied

Um das Potential der Option Stimmrechtsalter 16 optimal nutzen zu können, muss in verschiedenste Formen der Mitwirkung investiert werden: Eltern, Schulen, Jugendarbeit, Gemeinden und Kanton stehen gleichermassen in der Pflicht. Es gilt weiter auf lokaler, kantonaler und nationaler Ebene eine wirkungsvolle Kinder- und Jugendpolitik unter Einbezug dieser Dialoggruppe zu entwickeln – dies würde einer konsequenten Umsetzung der Kinderrechtskonvention entsprechen. Die Möglichkeit, ab 16 Jahren das aktive Stimmrecht ausüben zu können, ist geeignet, diesem Ziel nachleben zu können. Aus einer möglichst frühen aktiven Beteiligung der Jugend ergeben sich verschiedenste positive Aspekte für die gesellschaftliche Einbindung und die politische Bildung der jungen Generation.

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