Suchtmittel

Jugendliche fördern statt bevormunden

Der Konsum von Drogen durch Jugendliche in der Schweiz ist Realität. Jeder Konsum von Drogen, ob legal oder illegal, ist mit gesundheitlichen und psychosozialen Risiken verbunden. Der Gebrauch von psychoaktiven Substanzen ist daher nie harmlos oder banal. Wer Drogen konsumiert, muss also wissen, was er/sie tut und die Risiken einschätzen können.

Dem Suchtmittelkonsum Jugendlicher einzig auf repressivem Weg zu begegnen, ist falsch. Zwar sind regulierende Jugendschutzmassnahmen ein möglicher Ansatz, den Einstieg Jugendlicher in den Suchtmittelkonsum zu verhindern resp. hinauszuzögern. Ziel einer sinnvollen und nachhaltig wirksamen Drogenpolitik muss aber sein, Jugendliche zu befähigen, einen verantwortungsvollen Umgang mit Suchtmitteln zu entwickeln.

Die SAJV fordert die Politikerinnen und Politiker daher auf, den drogenpolitischen Fokus auf die Förderung Jugendlicher und nicht auf deren Bevormundung zu legen. Dazu gehört insbesondere die Bereitstellung ausreichender Mittel zur Umsetzung und Evaluation geeigneter, jugendgerechter Förderungs-, Präventions- und Interventionsmassnahmen. Beispielsweise die Unterstützung innovativer Präventionsprojekte, die Vernetzung von Akteurinnen und Akteuren der ausserschulischen Jugendarbeit sowie deren Unterstützung, der Gesellschaft ein positives Image der Jugend zu vermitteln.

Annina Grob

Annina Grob

Geschäfstleiterin ad interim

annina.grob@sajv.ch
031 326 29 36

Pin It on Pinterest

Share This