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Die Jugend zeigt sich solidarisch!

Die Coronakrise ist ein Thema, welches unser aller Leben auf den Kopf gestellt hat und uns noch lange beschäftigen wird. Nun heisst es, für diejenigen da zu sein, die besonders unsere Hilfe brauchen. Wir jungen Menschen können vor allem dazu beitragen, indem wir für Personen in der Nachbarschaft den Einkauf oder den Gang zur Post übernehmen und dadurch besonders gefährdete Menschen zuhause bleiben und sich schützen können. So tut dies auch die Jungschar Steffisburg, welche sich den Gedanken des solidarischen Engagements zu Herzen genommen hat: Die Jugendlichen bieten diverse Hilfeleistungen an, unter anderem Einkäufe für ältere Personen, Kinderbetreuung oder auch Fahrdienste.

Wir haben bei der Jungschar Steffisburg genauer nachgefragt, wie dass in kürzester Zeit eine Nachbarschaftshilfe auf die Beine gestellt werden konnte. Zu Beginn startete das Projekt mit Mitgliedern des Vereins, welche sich engagierten. So wurde auch ein Organisationsteam gebildet, welches nun mittlerweile die eintreffenden Aufträge vermittelt und dadurch den Kontakt zwischen Hilfesuchenden und Helfenden herstellt. Das Formular, in dem man sich eintragen kann, um seine Hilfe anzubieten, ist aber grundsätzlich allen zugänglich und der Cevi Steffisburg ist dankbar um jede Unterstützung. Dankbar sind aber vor allem auch die Leute, welche die Hilfe erhalten.

Laut den jungen Helfenden komme das Angebot sehr gut an und die Reaktionen seien überaus positiv. Oft seien es ältere Personen, welche keine näheren Verwandten in der Umgebung haben, welche die Hilfe dankend in Anspruch nehmen. Da zeigt sich auch, was den Leuten nebst alltäglichen Besorgungen noch mehr fehlt: der soziale Kontakt. Die Jungschar Steffisburg hat bemerkt, dass oftmals zwischen Hilfesuchenden und dem*der Helfer*in ein enger Kontakt entsteht, welcher über eine einmalige Unterstützung hinausgeht. So würden sich Personen oft beim nächsten Mal gleich wieder bei der*dem gleichen Helfer*in wieder melden. Durch die Regelmässigkeit entsteht auch eine Art Struktur, welche den Leuten etwas Alltägliches zurückgibt. Bei der Übergabe der Einkäufe oder beim Telefonieren wird so auch mal noch zusammen über die vergangene Woche gesprochen (natürlich immer mit genügend Abstand). Und was nehmen die Jugendlichen aus dieser Erfahrung mit?

Laut der Jungschar sei es den Jugendlichen ein Anliegen, anderen Menschen Freude zu bereiten. Normalerweise organisiert das Leiter*innenteam für die Kinder abwechslungsreiche Gruppenaktivitäten. Dies ist nun leider durch die Coronakrise nicht möglich, doch die Leitenden haben erkannt, dass sie auch auf anderer Weise ihren Beitrag an die Gesellschaft leisten können. Viele Leiter*innen sind selbst erst zwischen 15 und 20 Jahren und gehen noch zur Schule. Die Hilfseinsätze sind dadurch auch eine willkommene Abwechslung zum Lernen zuhause. Auch für sie ist der soziale Kontakt ein wichtiger Aspekt des Helfens und bereitet Freude und Motivation, sich weiterhin zu engagieren.

Zahlreiche andere Jugendorganisationen engagieren sich, um anderen in dieser schwierigen Zeit zur Seite zu stehen. Sei es mit Beratungsangeboten, wenn man sich allein fühlt und jemanden zum Reden braucht oder mit kreativen Ideen, um für eine Abwechslung im eintönigen Alltag zu sorgen.

Ein grosses Bravo und Dankeschön an die Jugend für die Solidarität!
Wir danken insbesondere dem Cevi Steffisburg, welche unsere Fragen beantwortet hat und so ein schönes Beispiel für das Engagement der Jugend aufgezeigt hat. Weitere Infos zum Cevi Steffisburg und dessen Hilfsangebot finden sich hier.