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Was ist der Jugendurlaub?

Seit 1991 haben alle ArbeitnehmerInnen und Lernenden unter 30 Jahren ein Anrecht auf maximal fünf Tage unbezahlten Bildungsurlaub für freiwillige Jugendarbeit. Dieser ist im Obligationenrecht in Arti-kel 329e verankert.

Wer darf den Jugendurlaub beziehen?

Junge Frauen und Männer, die in ihrer Freizeit ehrenamtliche Jugendarbeit leisten und bei einem pri-vaten Unternehmen angestellt sind. Für Angestellte bei Bund, Kantonen und Gemeinden gelten ande-re gesetzlichen Grundlagen.

Wofür darf der Jugendurlaub bezogen werden?

  • Leitung: Wer hilft Gruppenveranstaltungen, Diskussionsabende, Wochenendaktivitäten, Lager und Kurse vorzubereiten, zu organisieren und zu leiten, darf den Jugendurlaub beziehen.
  • Betreuung: Wer in einem Lager kocht, eine Behinderten-Gruppe betreut oder einen Jugendtreff animiert, darf den Jugendurlaub beziehen.
  • Beratung: Wer als J+S ExpertIn, als FachexpertIn, AusbildnerIn, InstruktorIn arbeitet, oder bei der Ge-werkschaftsjugend juristische Beratungen durchführt, darf den Jugendurlaub beziehen.
  • Aus- und Weiterbildung: Wer an Kursen, Seminaren, Tagungen oder Workshops teilnehmen will, die für die Jugendar-beit notwendig sind, darf den Jugendurlaub beziehen.

Wie oft kann der Jugendurlaub bezogen werden?

Maximal 5 Arbeitstage pro Jahr, auch tage- und halbtageweise. Der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, nicht bezogene Urlaubstage im darauffolgenden Jahr zu gewähren.

Besteht während des Jugendurlaubs ein Anrecht auf Lohn?

Nein, der Jugendurlaub ist unbezahlt. Der Schutz der obligatorischen Unfallversicherung hingegen erstreckt sich auch auf die unbezahlten Urlaubstage (minimale Einbussen bei Taggeldern oder Renten möglich). Ein Anspruch auf Erwerbsersatz besteht bei der Teilnahme an J+S-Kursen, die von Bund und Kantonen organisiert werden. Für Organisation von Kursen oder die Teilnahme an Kursen, die nicht von Bund und Kantonen organisiert werden, gibt es keinen Erwerbsersatz. Es gibt Arbeitgeber die den Jugendurlaub bezahlen; falls es sich um von Bund oder Kanton organisierten J+S-Kurse han-delt bekommt in diesem Fall der Arbeitgeber den Erwerbsersatz ausbezahlt.

Grundsätzlich gewähre ich meinen Mitarbeitenden gerne den Jugendurlaub – bloss nicht ausgerech-net jetzt! Wie weiter?

Prinzipiell haben die Mitarbeitenden bei rechtzeitiger Einreichung des Gesuches (2 Monate) Anrecht auf den Jugendurlaub. Gehend Sie darum wie folgt vor:

  • Prüfen Sie, ob Sie die Ressourcen intern umlagern können
  • Suchen Sie das Gespräch mit dem/der Mitarbeiter/in. Vielleicht lässt sich der Kurs / das La-ger verschieben.
  • Ersuchen Sie Ihre Mitarbeitenden Ihnen möglichst schon Anfang Jahr die Jugendurlaubspläne bekannt zu geben.
  • Und denken Sie daran, dass die die Mitarbeitenden während des „Urlaubs“ einiges lernen, das sie auch bei der Arbeit anwenden können.