Agenda 2030, nachhaltige Entwicklung und Jugend
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Die Agenda 2030 und die SAJV

Im September 2015 wurde die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung von der Generalversammlung der UNO einstimmig verabschiedet. Sie umfasst in 17 Zielen zahlreiche Unterziele, die alle UN-Mitgliedsstaaten bis 2030 erreichen müssen. Die Agenda legt mit dem Grundsatz «leaving no one behind» («niemanden zurücklassen») einen Schwerpunkt auf die am stärksten benachteiligten Gruppen.

Die Agenda 2030 stellt eine grosse Chance für die Jugend dar. Sie bietet einen gemeinsamen Rahmen für eine gerechtere Welt, die den Menschen und der Natur näher ist. Die SAJV trägt durch die Förderung der Citoyenneté und der Gesundheit erheblich dazu bei und zwar namentlich zu folgenden Zielen:

3 Gesundheit und Wohlergehen
4.7 Bildung für nachhaltige Entwicklung
10.2 soziale, wirtschaftliche und politische Inklusion aller Menschen
und 16.7 partizipatorische Entscheidungsfindung auf allen Ebenen

Die SAJV spielt bei der Umsetzung der Agenda 2030 eine wichtige Rolle, da sie die Stimme der Jugendlichen vertritt und ihnen soziale und politische Beteiligungsmöglichkeiten bietet, in erster Linie:

  • beim Querschnittsthema Jugend, das in der Präambel der Agenda 2030 erwähnt wird
  • und bei der Bedeutung der Freiwilligenarbeit für die Umsetzung des Themas, wie es die Generalversammlung in der Resolution A/RES/70/129 hervorgehoben hat.

Die SAJV ist seit August 2017 Teil der Begleitgruppe Agenda 2030 des Bundes und setzt sich so direkt für diese ein. Dort vertritt sie die Interessen der Jugend. So hat die SAJV zum nationalen Bericht über die Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung beigetragen. Zusammen mit Akteuren und Akteurinnen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft beteiligte sich die SAJV an der Identifikation von prioritären Herausforderungen für die Schweiz. Die SAJV hat sich auch zur Bestandsaufnahme der Schweiz als Grundlage für den Länderbericht 2018  geäußert, der in den Anhängen zu finden ist. Des Weiteren ist die SAJV Teil der Schweizer Delegation am hochrangigen Politischen Forum für Nachhaltige Entwicklung der UNO im Juli 2018.

Die Schweizer Politik und Gesetze müssen besser mit der Agenda 2030 in Einklang gebracht werden. Die SAJV setzt sich, wie zahlreiche zivilgesellschaftliche Organisationen, für die Erreichung der Ziele der nachhaltigen Entwicklung ein. Dazu sind aber finanzielle Unterstützung und eine konsequente Politik notwendig.

 

 

Nachhaltige Entwicklung & Jugend

Unter «nachhaltige Entwicklung» wird eine Entwicklung verstanden, welche soziale, ökologische und wirtschaftliche Anliegen berücksichtigt. In diesem Prozess für eine nachhaltige Entwicklung übernehmen die Jugendlichen und die Jugendorganisationen vielfältige Rollen. Deshalb muss ihre Beteiligung an der Entwicklung dieses neuen Modells unterstützt und ermutigt werden!

Gemäss einem politischen Papier des Europäischen Jugendforums, dem Dachverband der Jugendorganisationen in Europa, in welchem die SAJV Mitglied ist, vermittelt nachhaltige Entwicklung «eine Vision der Gesellschaft, bei der die Bedürfnisse und Rechte aller im Rahmen der Grenzen der Mittel des Planeten geachtet werden» (übersetzt aus dem Französischen). Durch eine nachhaltige Entwicklung sollen diese Bedürfnisse und Rechte sowohl für die jetzigen als auch die künftigen Generationen gewahrt werden.

Das europäische Jugendforum hat im Rahmen der nachhaltigen Entwicklung sechs spezifische Rollen für die Jugend und die Jugendorganisationen definiert:

  • die Jugendlichen als Rechtsträgerinnen und Rechtsträger
  • die Jugendlichen als Akteurinnen und Akteure des Wandels mit der Fähigkeit, innovative Lösungen für die gesamte Gesellschaft zu entwickeln, die für den Übergang zu einem nachhaltigen Modell notwendig sind
  • die Jugendlichen als verletzliche und ausgegrenzte Gruppe
  • die Jugendorganisationen zur Verstärkung der Bemühungen der Jugendlichen, indem sie deren Engagement unterstützen und sich dafür einsetzen, dass sie sich Gehör verschaffen können
  • Die Jugendorganisationen brauchen die nachhaltige Entwicklung und die nachhaltige Entwicklung braucht die Jugendorganisationen.
  • die Jugendlichen als Vertreterinnen und Vertreter der Rechte und Bedürfnisse künftiger Generationen

Diese zeigen, wie wichtig und unterschiedlich die Rollen der Jugend im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung sind. Ihre Beteiligung an dieser Entwicklung ist also grundlegend. Die SAJV und ihre Mitgliedsorganisationen tragen thematisch in erster Linie zur sozialen Dimension der nachhaltigen Entwicklung bei, aber einige der Mitgliedsorganisationen setzen auch andere Schwerpunkte. Gewerkschaften befinden sich typischerweise an der Schnittstelle zwischen sozialen und wirtschaftlichen Interessen, während sich Umweltorganisationen auf den dritten Bereich konzentrieren. Das zeigt, dass die Beiträge der Jugendorganisationen zur nachhaltigen Entwicklung vielseitig sind und sich gegenseitig ergänzen.

Die nachhaltige Entwicklung beschäftigt auch die internationale Gemeinschaft und die Staaten, wie es die Verabschiedung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung zeigt. Diese Agenda umfasst die Ziele, welche alle UN-Mitgliedsstaaten, eingeschlossen die Schweiz, bis 2030 erreichen sollten.